Satzung

 

§ 1     Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Selbsthilfe Augsburger Psychiatrieerfahrene“.
Der Verein hat seinen Sitz in Augsburg und ist in das Vereinsregister eingetragen.
Der obengenannte Vereinsname hat den Zusatz „e.V.“.

 

§ 2     Zweck des Vereins

1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Interessen von psychisch kranken Menschen im Raum Augsburg im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe durch Angebote,
die den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechen.

2) Der Satzungszweck soll insbesondere durch die Verwirklichung folgender Aufgaben und Zielvorstellungen erreicht werden:

– Aufbau, Betreuung und Koordinierung von Selbsthilfegruppen und Beschaffung von Räumlichkeiten.

– Information und Aufklärung von psychisch Kranken über Behandlungsformen.

– Förderung der Stellung von psychisch kranken Menschen in der Gesellschaft.

– Organisation von Informationsveranstaltungen für eine breitere Öffentlichkeit zu fachspezifischen Themen.

– Vertretung der sozialpolitischen Interessen von psychisch Kranken bei Politik und Verwaltung.

– Zusammenarbeit mit anderen Vereinigungen und Organisationen mit ähnlicher und/oder gleicher Zielsetzung.

– Übernahme der Trägerschaft für eine Einrichtung, die Anlaufstelle für Menschen in Krisensituationen sein soll.

 

§ 3     Mittel des Vereins

1) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

3) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.

4) Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4     Erwerb der Mitgliedschaft

1) Ordentliche Mitglieder können alle natürlichen Personen werden, die sich für die Verwirklichung des Vereinszwecks gem. § 2 einsetzen wollen.

2) Fördernde Mitglieder können natürliche und juristische Personen sowie sonstige Institutionen sein, die bereit sind, den Vereinszweck ideell oder finanziell zu fördern und zu unterstützen.

3) Stimmberechtigt sind nur ordentliche Mitglieder.

4) Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

 

§ 5     Beendigung der Mitgliedschaft

1) Die Mitgliedschaft endet:

– durch Tod
– durch freiwilligen Austritt
– durch Ausschluss aus dem Verein

2) Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit zulässig. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.

3) Ein Mitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat oder trotz zweimaliger Aufforderung den Jahresmitgliedsbeitrag nicht entrichtet hat. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich oder schriftlich zu rechtfertigen.

 

§ 6     Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben, deren jährliche Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.

 

§ 7     Geschäftsjahr

Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§ 8     Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

– die Mitgliederversammlung
– der Vorstand

 

§ 9     Mitgliederversammlung

1) Die Versammlung der ordentlichen Mitglieder ist das oberste Organ des Vereins.

2) Sie ist vom Vorstand mindestens einmal im Jahr einzuberufen. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens zwei Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung.

3) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse dies erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens 25 % der Vereinsmitglieder mit schriftlicher Begründung beantragt wird.

4) Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich beantragen, daß die Tagesordnung um weitere Angelegenheiten ergänzt wird. Über die Zulassung von Anträgen auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst auf der Mitgliederversammlung selbst gestellt werden, hat die Mitgliederversammlung zu beschließen.

5) Als oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, die nicht ausdrücklich in dieser Satzung dem Vorstand zugewiesen sind; ihr obliegen insbesondere folgende Aufgaben:

– Wahl des Vorstandes für die Dauer von zwei Jahren;
– Wahl von zwei Kassenprüfern für die Dauer von zwei Jahren.
– Entgegennahme des Jahresberichts und der Jahresrechnung
sowie des Berichts der Kassenprüfer über das abgelaufene Geschäftsjahr;
– Entlastung des Vorstandes;
– Beschlussfassung über die Höhe der Mitgliedsbeiträge;
– Satzungsänderungen
– Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

6) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

7) Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme.

8) Im allgemeinen werden Beschlüsse der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst; Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Zur Änderung der Satzung ist jedoch eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

 

§ 10     Vorstand

1) Der Vorstand besteht aus bis zu fünf gleichberechtigten Mitgliedern.

2) Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

3) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes.

4) Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung, die Ausführung der Vereinsbeschlüsse und die ordnungsgemäße, dem Vereinszweck entsprechende, Verwaltung und Verwendung des Vermögens.

 

§ 11     Beirat

1) Der Vorstand kann sich zu seiner Unterstützung eines Beirats bedienen.

2) In den Beirat sollen Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Vertreter der Sozialversicherungen und Versicherungsgesellschaften oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens berufen werden, die bereit sind, sich für die Zwecke des Vereins einzusetzen.

3) Der Beirat berät den Vorstand in besonderen Fachfragen, die sich bei der Erfüllung der Zwecke und Aufgaben des Vereins ergeben. Der Beirat oder einzelne Mitglieder des Beirats werden vom Vorstand nach Bedarf zu Sitzungen geladen.

4) Die Mitglieder des Beirates haben im Vorstand kein Stimmrecht.

 

§ 12     Beurkundung von Beschlüssen

Die in Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von dem jeweiligen Versammlungsleiter und dem Protokollführer der Sitzung zu unterzeichnen.

 

§ 13     Auflösung des Vereins

1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer dazu besonders einberufenen Mitgliederversammlung von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern mit einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine steuerbegünstigte Körperschaft zur Förderung von psychisch kranken Menschen, die das Vermögen unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

Die vorstehende Satzung wurde in der Gründungsversammlung vom 12. November 2002 errichtet.